Zustand des Kleinprivatwaldes im 19. Jahrhundert

Der Zustand der Kleinprivatwaldungen war im 19. Jahrhundert noch schlechter als der des Gemeinschaftswaldes. „Dem Privatwald sah man nach Aufhebung der französischen Gesetze (1815) allgemein die Willkür an, mit welcher die Eigentümer ihn nutzen durften.“

Kleinprivatwald Foto: Yvette Schäck

Kleinprivatwald
Foto: Yvette Schäck

Sehr anschaulich schildert 1907 der Oberförster von Altenkirchen die damaligen Verhältnisse:

„Die Privatwaldungen sind zum weitaus größten Teil in ganz kleine Parzellen bis unter 2 ar Größe zersplittert. Versuche der Zusammenlegungsbehörden zur Bildung von Waldgenossenschaften sind mehrfach unternommen worden, aber stets am Widerstand der Besitzer abgeprallt.“

Erste merkliche Verbesserungen dieses Zustandes begannen in den 1930er Jahren. Seit Mitte der 1950er Jahre wurden sie durch mehr Beratung der Waldbesitzer und finanzielle Förderung intensiviert. Die Parzellierung ließ nach, die Streunutzung verlor an Bedeutung, Niederwald wurde in Hochwald umgewandelt, Ödländereien wurden aufgeforstet.

 

Quellenverzeichnisse

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors (Telefonat vom 31.03.2015).
Herr Habbel war von 1967 bis 1986 Leiter des Fortsamtes Altenkirchen.

HABBEL, Werner: Chronik Forstamt Altenkirchen – Ein Beitrag zur Heimatgeschichte des Kreises Altenkirchen,
Landesforsten Rheinland-Pfalz, Münster 1990, S. 89-90.