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Wappen Gemeinde Seelbach

NATURGESCHICHTEN

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UNSER WALD

Historie und Entwicklung
Ein Beitrag von Yvette Schäck.

Bildquelle: AdobeStock Viktar Malyshyhyts #277409806©

WÄLDER UND WALDEIGENTUM

DIE VIER ARTEN

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Bundeswald

1,6 Prozent

Wald der Bundesrepublik Deutschland, überwiegend militärisch genutzt

Staatswald

25,6 Prozent

Wald des Landes Rheinland-Pfalz

Kommunalwald

46,1 Prozent

(Körperschaftwald) Wald, welcher Gemeinden, Städten und sonstigen Genossenschaften gehört

Privatwald

26,7 Prozent

Wald von Privatpersonen und Kirchen

Quelle: Landesforsten RLP

UNSER WALD

Staatswald

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Waldansicht Foto: Yvette Schäck

Bildquelle: Waldansicht | Bild: Yvette Schäck©

Der Staatswald in Rheinland-Pfalz geht auf die Zeit Napoleons zurück. Der Wald der bedeutenden Landesherren wurde zum Landeswald erklärt. Erste staatliche Forstorganisationen und eine geregelte Forstwirtschaft entstanden in der Kurpfalz zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.

Die großen Staatswaldgebiete liegen mehr im Bereich des Pfälzerwaldes.

In Seelbach und Bettgenhausen konnte sich jedoch über die Jahrhunderte mehr der Privat- und Kommunalwald halten.

UNSER WALD

Kommunalwald (Körperschaftswald)

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Der größte Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz sind die Kommunen. Der hohe Gemeindewaldanteil von 47 Prozent stellt eine Besonderheit in Deutschland dar. Im Bundesdurchschnitt umfasst der Kommunalwald nur 20 Prozent der Waldfläche. Der hohe Gemeindewaldanteil in Rheinland-Pfalz geht auf Fränkische Siedlungen und die sogenannte „Allmende“ (meist unbeweglichem Gut) auf Gemeineigentum zurück. Vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz konnten die Gemeinden ihr Eigentum bewahren.

Der „Kommunalwald“ enthält auch gemeinschaftlichen Waldbesitz sogenannter Körperschaften, wie zum Beispiel Haubergsgenossenschaften, Gehöferschaften, Interessentenwaldungen.

UNSER WALD

Besonderheit „Gemeinschaftswald“

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1955 | Gemeinschaftswald Schälen und Schneiden von Faserholz Foto: Wittig Bundesarchiv, Bild 183-30118-0002 /  CC BY-SA Quelle: Wikimedia Commons

1955 | Gemeinschaftswald
Schälen und Schneiden von Faserholz
Foto: Wittig
Bundesarchiv, Bild 183-30118-0002 / CC BY-SA
Quelle: Wikimedia Commons

Eine besondere, historische Eigentumsform gibt es im Bereich des Westerwaldes: die Haubergs- und Markgenossenschaften, sowie Gehöfer- und Interessentenwaldungen. Deren Wald wird ebenfalls zum Körperschaftswald gezählt. Die Bürger einer Gemeinde verfügen nur über ein ideelles Eigentum am Wald. Das ideelle Eigentum spricht jedem Bürger Nutzungsrechte, insbesondere Brennholzrechte zu. Der einzelne Bürger kann aber nicht über einzelne Parzellen des Waldes eigenständig verfügen.

Die Entstehung des Markwaldes geht auf das alte Germanien zurück, wo die zunehmende Siedlungszahl eine Abgrenzung der Siedlungen und des Eigentums erforderlich machte. Der Markwald war nie so intensiv genutzt worden, weswegen er viele Jahrhunderte hindurch Gemeinschaftseigentum der Markgenossen blieb.

Die Blütezeit der Markgenossenschaften war das 13. und 14. Jahrhundert. Später gewannen die Landesherren größeren Einfluss auf sie. Letztendlich wurde den Markgenossenschaften nur noch die Nutzung des Waldes und der Weideflächen durch die Landesherren gestattet: Das Eigentum an Weide- und Waldland war auf die Landesherren übergegangen.

Die im Bereich Altenkirchen im Westerwald bestehenden Genossenschaftswälder gehen auf altes preußisches Recht zurück. Im Westerwald sind das die Haubergsordnungen aus den Jahren 1887 und 1890. Weiterhin gilt in den ehemaligen Regierungsbezirken Koblenz und Trier das preußische „Gesetz über gemeinschaftliche Holzungen“ von 1881. Deswegen sind diese besonderen Eigentumsformen auch nur im ehemaligen preußischen Teil von Rheinland-Pfalz zu finden.

 

UNSER WALD

Privatwald

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Burg Eltz umschlossen von Wald, Rheinland-Pfalz
Foto: Holger Weinandt / CC BY-SA / Ausschnitt
Quelle: Wikimedia Commons

Zum Privatwald gehören in Rheinland-Pfalz der Wald der Kirchen und Privatpersonen.

Es gibt über 100.000 private Waldeigentümer. Deren Wälder sind allerdings im Durchschnitt nur zwischen 1 und 2 Hektar groß. Diese Zergliederung des Privatwaldbesitzes ist geschichtlich bedingt. Das Erbe wurde in der Vergangenheit real geteilt. Jeder Nachfahre erhielt den gleichen Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche und Wald.

Diese starke Zergliederung beeinträchtigt jedoch die Bewirtschaftung der Wälder. Um sie besser bewirtschaften zu können, schließen sich viele Waldbesitzer forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen an.

Quellenangaben

MINISTERIUM FÜR UMWELT, LANDWIRTSCHAFT, ERNÄHRUNG, WEINBAU UND FORSTEN: Landesforsten Rheinland-Pfalz |
https://www.wald-rlp.de/de/start-landesforsten-rheinland-pfalz/
Abgerufen: 24.05.2022

 

 

2014 Die Bahnhofstraße | Bild Wilfried Klein

Bildhinweis: 2014 Die Bahnhofstraße | Bild Wilfried Klein

SEELBACH | WIED UND BETTGENHAUSEN

Das Leben in unserer Gemeinde ist vielfältig und wir können auf eine lange Ortsgeschichte zurückblicken. Alle Informationen zu unseren Orten finden Sie auf den folgenden Seiten.

Luftaufnahme Seelbach

Bildhinweis:Adventstürchen 19 | Holzofenwaffeln am Weihnachtshüttchen | Bild: Yvette Schäck

BILDERGALERIEN

Auf den folgenden Seiten finden Sie ein große Auswahl an historischem und aktuellen Bildmaterial aus unserer Gemeinde. Viel Spaß beim Stöbern.

Gruene Wiese Ortsansicht Seelbach

Bildhinweis: Juni 2015-Seelbach_Bettgenhausen |Foto Burkhard Schäck

WANDERN UND NATUR

Verschiedene Wanderwege führen an Seelbach vorbei. Unsere wunderschöne Landschaft lädt zum Entspannen und zu einer Wanderung in der Natur ein.

Gruene Wiese Ortsansicht Seelbach

Bildhinweis: AdobeStock Viktar Malyshchyts© #277409806

UNSER WALD

Seelbach liegt im Herzen des Westerwalds. Der Wald spielte in der Geschichte der Region schon immer eine wichtige Rolle. Die folgenden Seiten erzählen die Geschichte unseres Waldes.

1. Juni 1984 Akkutriebwagen Bahnhof Flammersfeld | Foto Günter Tscharn Troisdorf

Bildquelle: 01. Juni 1984
Letzter Betriebstag im Reisezugverkehr
Limburg 10.36 – Siershahn 11.50 – Altenkirchen 13.00
Akkutriebwagen am Bahnhofsgebäude in Seelbach
Foto: Günter Tscharn, Troisdorf

BAHNHOF FLAMMERSFELD | SEELBACH

Der Bahnhof Flammersfeld | Seelbach kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Über viele Jahrzehnte war dieser Dreh- und Angelpunkt in der Region und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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