Ruhezonen für das Wild und die Brut- und Setzzeit

In der anhaltenden Corona-Zeit haben viele Menschen die Natur für sich neu entdeckt. Spaziergänger, Hundehalter, aber auch Radfahrer sind von früh bis spät im Wald unterwegs und viele von ihnen bleiben leider nicht auf den Wegen. Das schreckt immer wieder Wildtiere auf, teilweise werden sie auch von Hunden gehetzt.
Obendrein wurden aufgrund des Borkenkäfer-Befalls große Waldflächen abgeholzt, so flüchtet das Wild in die rar gewordenen dichteren Einstände und stillt seinen Futterbedarf dort an Jungpflanzen.

Aber auch Bodengelege werden von den Besuchern unabsichtlich zerstört oder Jungtiere verwaisen, weil sie durch den Kontakt mit Hund und Mensch von den Muttertieren nicht mehr angenommen werden.

Daher die Bitte an die Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Radfahrer:
Nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere in Wald und Wiese – nicht nur während der Brut- und Setzzeit (1. März bis 15. Juli). Bleiben Sie auf den Wegen, reiten oder fahren Sie bitte nicht querfeldein durch den Wald, leinen Sie bitte Ihren Hund an, egal ob groß oder klein. Auch ein sehr gut erzogener Hund setzt unter Umständen einem Hasen oder Reh nach, wenn diese in unmittelbarer Nähe vor ihm hochschrecken und weglaufen. Rehkitze liegen oftmals direkt neben dem Weg im Gras, lassen Sie ihren Hund nicht zu dem Kitz. Bei Kontakt besteht die Gefahr, dass die Mutter es nicht mehr annimmt.

Achten Sie auf Schilder, die Ruhezonen für das Wild ausweisen. Sie wurden sorgfältig ausgewählt, damit die Tiere dort ohne Störung von außen ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen können.

Helfen Sie mit, damit sich auch nachfolgende Generationen an der wunderschönen Tier- und Pflanzenwelt in unserer Naturlandschaft erfreuen können.

Vielen Dank!

Obstbaumschnitt 2021

Bei strahlendem Sonnenschein haben Ende März 2021 Silke Düngen und Burkhard Schääck den besonders in den ersten Jahren wichtigen Erziehungsschnitt der Obstbäume der Gemeinde Seelbach vorgenommen.

Silke Düngen und Burkhard Schääck
© Michael Lüß

© Michael Lüß

Frohe Weihnachten 2020

Seelbach im Schein der Lichter. Ein besonderer Dank an © Yvette Schäck für das stimmungsvolle Foto.


Liebe Seelbacher*innen, liebe Bettgenhauser*innen,

wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Start in ein glückliches, gesundes Jahr 2021.

Wir möchten uns auch sehr herzlich für die rege Beteiligung an unserer Aktion „Das leuchtende Weihnachtsfenster“ bedanken. Wer kommt bei diesen schönen Lichtern, Weihnachtssternen, Rentieren, Weihnachtsbäumen und Dekorationen nicht in weihnachtliche Stimmung? Hoffentlich hattet Ihr bei Eurem abendlichen Spaziergang durch Seelbach und Bettgenhausen genauso viel Freude wie wir.

Weiterhin auf ein gutes Miteinander und Füreinander in unserer schönen Gemeinde.
Bleibt gesund!

Euer Gemeinderat und Wilfried Klein, Ortsbürgermeister.

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Sanierung der Holzbachtalbahnstrecke hat begonnen

Die Sanierungsarbeiten haben begonnen: Wie hier bei Seifen wurden schon die Betontragwerke von Brücken demontiert. An ihre Stellen treten „gefälligere“ Varianten aus Stahl. © hak

Die Zukunft hat begonnen: Die Holzbachtal-Eisenbahnstrecke, einst im Besitz der Westerwaldbahn und somit eines Unternehmens des Kreises Altenkirchen, wird für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht. Die Lappwaldbahn Service GmbH (LWS) als nicht mehr ganz so neuer Eigentümer hat sich aufgemacht, den rund 33 Kilometer langen Abschnitt zwischen Altenkirchen und Selters vom Schotterbett an aufwärts zu sanieren.

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Fällungen aller Fichten der Waldinteressentenschaft Seelbach/Wied abgeschlossen

Das Jahr 2020 wurde nicht nur von der Covid-19-Pandemie bestimmt, sondern auch vom Borkenkäfer, dessen Larven überall deutlich sichtbare Schäden am Fichtenbestand hinterlassen haben – leider auch in unseren heimischen Wäldern.
Daher musste die Waldinteressentenschaft Seelbach/Wied bis Ende Oktober 2020 insgesamt
4 Hektar Wald fällen lassen. Die Fichte ist damit größtenteils komplett aus dem Wald der Waldinteressentenschaft Seelbach/Wied verschwunden.

Aus wirtschaftlicher Sicht sind die Kahlschläge für alle Waldbauern ein Desaster, vom marktüblichen Preis für fällreifes Rundholz wird angesichts der Marktüberflutung nur noch ein Zehntel des Preises erzielt. Rechnet man die Kosten für die Aufforstung dagegen, kann selbst mit staatlicher Förderung kein Gewinn erwirtschaftet werden.
Ökologisch betrachtet sind die Fällungen allerdings weniger schlimm, denn die abgeholzten Waldflächen erholen sich auch ohne menschliches Zutun innerhalb von wenigen Jahren. Das Mikroklima, der Errosionsschutz, der Bodenwasserhaushalt und der Lebensraum für die Tiere sind bei guten Bedingungen bereits nach drei bis vier Jahren weitestgehend wieder hergestellt.
Was bedeutet das für die Seelbacher Waldinteressentenschaft, die aus zwölf Waldbauern besteht, und rund um das Dorf etwa 30 Hektar Wald bewirtschaftet?
Es gilt die abgeholzten Flächen für die Zukunft so zu gestalten und aufzuforsten, das die übernächste Generation nicht nur einen gesunden Wald vorfindet, sondern auch Holz zur Weiterverarbeitungen hat, denn Waldbau ist Generationenplanung. Neben Bergahorn, Roteiche, Douglasie als Mischverband sollen Schwarznuss für die Auenlandschaft angepflanzt werden. Aber auch über die Naturverjüngung, sprich über Flugsamen werden neue Bäume entstehen. Dazu gehören etwa die Stiel- und Traubeneiche, die Elsbeere, Mehlbeere, Rotbuche und die Wildkirsche.
Man darf gespannt sein, wie sich der heimische Wald in ein paar Jahren verändert hat.

(Text: Burkhard Schäck + Ellen Wirth)

Aktionstag 2020 – Trotz Corona, Ferienzeit und Hitzerekord ein großer Erfolg

Ein erfolgreicher Tag, dank der vielen Helfer und Helferinnen © Ellen Wirth

Da der ursprünglich für April 2020 geplante Dorfaktionstag aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, wurde er – unter Beachtung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln – am Samstag, den 08. August 2020 nachgeholt. Obwohl die Meteorologen den heißesten Tag von bis zu 38 Grad vorhergesagt hatten und einige Bürger aus Seelbach/Bettgenhausen noch im Urlaub verweilten, fanden sich über 32 große und kleine Helfer am Spielplatz im Dorf ein. Eine beachtliche Zahl, die ca. 10 % der Einwohner des Dorfes entspricht.

Fröhlich und hochmotiviert ging es an die Arbeit. So wurden der Kinderspielplatz, die Brunnenanlage im Dorf, der Friedhof im Ortsteil Bettgenhausen, die Bahnunterführung zur Waldstraße und die Bushäuschen von Wildwuchs, Laub und Unrat befreit, Hecken geschnitten, Ziersteine gereinigt, Gullys entleert und vieles mehr.

Besonders erfreulich ist zu bemerken, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Verschmutzungen und Unrat in der Gemeinde und auf den umliegenden Straßen einzusammeln gab.

Ortsbürgermeister Wilfried Klein und der Gemeinderat freuten sich über die rege Beteiligung und dankten bei einem kleinen Imbiss und kühlen Getränken in der Henry-Hütte den vielen Freiwilligen für den engagierten Einsatz. (Text und Fotos: Ellen Wirth)

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