Information zur Bürgermeisterbesprechung vom 04.04.2022 zum Thema Hochwasser in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld

Information Bürgermeisterbesprechung am 04.04.2022 in Altenkirchen
Thema Hochwasser und Starkregen Vorsorgekonzepte

Begrüßung und Einleitung durch den Landrat Dr. Peter Enders mit der Information, dass die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld für das Thema Starkregenereignisse sensibilisiert ist.

Im kommenden Haushalt sind für die Verbandsgemeinde 20 digitale Sirenensysteme vorgesehen. In den nächsten 10 Jahren soll das System auf die ganze Verbandsgemeinde ausgeweitet werden. Ein schnellerer Ausbau des Sirenensystems ist wegen der Finanzierungslage aktuell nicht möglich. Da aktuell landesweit ein Bedarf an solchen Systemen besteht, ist eine schnellere Anschaffung aufgrund fehlender Verfügbarkeiten nicht möglich.

Die Bevölkerung soll auf digitale Lösungen wie z. B. „Katwarn“ oder die „Nina“-App zurückgreifen.

Im nächsten Jahr sind Katastrophenübungen geplant, die aufgrund von Corona in den letzten Jahren nicht stattfinden konnten. Es soll auch weiter in die Ausrüstung von Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks investiert werden.

Vortrag von Dr. Ute Eiffeler zum Thema Vorsorgekonzepte. Diese kann man auf den Webseiten der Verbandsgemeinde und des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge nachlesen.

Vortrag von Herrn Joachim Schuh zum Thema Starkregenereignisse (wie an der Ahr) in der Verbandsgemeinde. Deutlich wurde, dass man seiner Meinung nach, durchaus mit einem ähnlichen Szenario rechnen könnte, würde uns eine ähnliche Wetterlage treffen.

Seiner Meinung nach sind solche Wetterlagen keine „Jahrhundertereignisse“ sondern können aufgrund des Klimawandels häufiger auftreten.

Seinen Vortrag leitete er mit den Worten ein: „Die Statistik ist kaputt gegangen, ich glaube das keiner genau weiß was genau passieren wird. Kleinere Starkregen-Szenarien wurden in den letzten Jahren auch in der VG beobachtet.“

Statistisch gesehen konnte man die Situation an der Ahr nicht einordnen, da sie alle „Erwartungen“ übertroffen hat. Das Thema Brücken wäre auch an der Wied ein Problem und würde das Wasser beim Abfließen behindern. Problematisch wäre auch die kurze Vorwarnzeit, da man diese Wetterlage nicht genau genug bestimmen kann und das auch nicht in Zukunft absehbar ist.

Es müsse in Seelbach nicht stark regnen, wenn der Starkregen aber in Altenkirchen runterkommt, wäre die „Flutwelle“ nach circa 20 Minuten in Neitersen. Dann wäre das Unternehmen Bellersheim auch gefährdet. Solche Szenarien sollten realistisch betrachtet werden.

Kleinere Starkregenereignisse wären aber durchaus händelbar. Hierzu gibt bzw. gab es die Begehungen vor Ort, mit den Empfehlungen für kleinere Bauwerke, die jeder Bürger anbringen kann, wie z.B. Lichtschächte hochmauern – aber auch die Gemeinde umsetzen sollte.

Die Hochwasservorsorgekonzepte für die Verbandsgemeinde Altenkirchen – Flammersfeld, werden nochmal mit neuen Zahlen überarbeitet, diese liegen aktuell noch nicht vor.

Zu diesem Thema lädt das Rote Haus e. V. alle interessierten Bürger und Bürgerinnen am 10. Mai 2022 um 19.00 Uhr ein.