Ruhezonen für das Wild und die Brut- und Setzzeit

In der anhaltenden Corona-Zeit haben viele Menschen die Natur für sich neu entdeckt. Spaziergänger, Hundehalter, aber auch Radfahrer sind von früh bis spät im Wald unterwegs und viele von ihnen bleiben leider nicht auf den Wegen. Das schreckt immer wieder Wildtiere auf, teilweise werden sie auch von Hunden gehetzt.
Obendrein wurden aufgrund des Borkenkäfer-Befalls große Waldflächen abgeholzt, so flüchtet das Wild in die rar gewordenen dichteren Einstände und stillt seinen Futterbedarf dort an Jungpflanzen.

Aber auch Bodengelege werden von den Besuchern unabsichtlich zerstört oder Jungtiere verwaisen, weil sie durch den Kontakt mit Hund und Mensch von den Muttertieren nicht mehr angenommen werden.

Daher die Bitte an die Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Radfahrer:
Nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere in Wald und Wiese – nicht nur während der Brut- und Setzzeit (1. März bis 15. Juli). Bleiben Sie auf den Wegen, reiten oder fahren Sie bitte nicht querfeldein durch den Wald, leinen Sie bitte Ihren Hund an, egal ob groß oder klein. Auch ein sehr gut erzogener Hund setzt unter Umständen einem Hasen oder Reh nach, wenn diese in unmittelbarer Nähe vor ihm hochschrecken und weglaufen. Rehkitze liegen oftmals direkt neben dem Weg im Gras, lassen Sie ihren Hund nicht zu dem Kitz. Bei Kontakt besteht die Gefahr, dass die Mutter es nicht mehr annimmt.

Achten Sie auf Schilder, die Ruhezonen für das Wild ausweisen. Sie wurden sorgfältig ausgewählt, damit die Tiere dort ohne Störung von außen ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen können.

Helfen Sie mit, damit sich auch nachfolgende Generationen an der wunderschönen Tier- und Pflanzenwelt in unserer Naturlandschaft erfreuen können.

Vielen Dank!

Rehe im abgeholzten Wald © Ellen Wirth